Unwirkliche Begegnungen

Mittlerweile ist die zweite Urlaubswoche hier in Schweden schon fast vorbei. Ich war nicht wirklich untätig, aber leider auch nicht so fleißig wie ich gerne gewesen wäre.
Letzte Woche hab ich nach der Ankunft hier im Nirgenwo noch guter Dinge begonnen und war Dienstag und Mittwochs gleich morgens beim Laufen (Sofern ihr 5,5 bzw. 6,5 km als laufen anerkennt ;-)). Ab Mittwoch hat mich dann aber irgendwie die totale Entspannung und vor allem Faulheit gepackt. Ich habe es einfach mal so richtig genossen Urlaub zu haben. Essen und trinken was man möchte und absolut keine Verpflichtungen. Da war es dann auch schon wieder vorbei mit dem fleißigen Laufen. Aber ich denke das muss auch mal sein.
Am Sonntag bin ich dann wieder langsam eingestiegen, allerdings nicht ins Lauftraining, viel mehr habe ich mir vorgenommen den Skihang, an dem wir gerade wohnen, zu besteigen. So bin ich ungefähr 2 Stunden am „Berg“ unterwegs gewesen. Jaja, ich gebe zu, der Berg hat nur ca. 500 Höhenmeter und insgesamt 2,5 km Piste, aber das hat gereicht um Muskelkater in den Backen zu bekommen. Unglaublich: Für die paar Pistenmeter gibt es hier im Tal schon sehr viele Ferienhäuser und oben auf der Hochebene steht eine wahre Geisterstadt mit Ferienhäusern. Die stehen jetzt im Sommer natürlich alle leer. Nur ein paar vereinzelte Elchtouristen haben sich hier her verirrt.
Am Montag war ich dann gleich noch einmal mit Tina beim Wandern. Immerhin haben wir es auf 3 Stunden gebracht. Leider bekam Tina unterwegs Migräne und so mussten wir die Wanderung abbrechen, aber ein paar Höhenmeter waren es auch wieder. Zumindest so viele, dass Tina dann auch am Tag darauf Muskelkater hatte.
Am Dienstag wollte ich dann mal wieder raus zum Laufen. Ich bin einfach mal die Straße am Klarälv hinunter gelaufen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich jeder Autofahrer komisch ansah, so als ob er noch nie einen Läufer auf dieser einsamen Straße gesehen hätte. Um so mehr hat es mich überrascht, als mir auf dem Rückweg gleich zwei Läufer entgegen kamen.
Das waren aber bestimmt zwei Deutsche aus der Gruppe, die sich am Ufer des Klarälv gerade ein paar Floße zusammenzimmerten. Sonst gibt es hier ja eigentlich auch niemanden, den man treffen könnte.
Gestern, also am Mittwoch hatte ich dann eigentlich so gar keine Lust zu laufen. Aber nachdem ich wusste, dass ich am nächsten Tag wohl nicht dazu kommen werde raffte ich mich halt doch noch auf. Die Kamera wurde im Gepäck mitgenommen und ein paar Bilder gemacht um Euch zu zeigen, dass es durchaus komisch sein kann, hier auf andere Läufer zu treffen.

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