Trainingsrunde zwischen Brauerei und Profi

Samstag, der Wecker meldet um 6:30 erbarmungslos aber wenigstens mit angenehmer Musik „AUFSTEHEN! Nun gut, Frühstück einnehmen Rad ins Auto werfen, zur Sicherheit die Laufschuhe ins Auto packen, damit ich nichts verpasste und langsam aber sicher Richtung Pyras fahren.

Pyras? Ja, Pyras, ein kleiner Ort in der Nähe von Thalmäßing mit der Pyraser Landbrauerei. Warum Pyras? Nun 2011 waren Alois, Veit und ich, Dank Veit als Pyraser Staffel unterwegs und Marlies Bernreuther hatte eingeladen zur Radstreckenbesichtigung der Wettkampfstrecke der Challenge Roth. Veit, der mal wieder der Initiator war, war schon in Kroatien, also leider alleine Richtung Roth.

In Pyras angekommen Rad aus dem Kofferraum, den ersten Mitradler getroffen und dann Fabian Konrad, einen sympathischen

Profi kennengelernt, verdammte Axt, so schauen also die wirklich fitten Jungs aus. Nach und nach trudeln immer mehr Rennradler und mit Aerobike bewaffnete Menschen ein. Auch der Challenge Chef Felix Walchshöfer hochstpersönlich holt sein Rad aus dem Kofferraum. Ein lustiger, bunter Haufen. So jetzt: Wir machen 2 Gruppen eine mit 25km/h und eine mit 32-35km/h…. Ein kurzer Disput mit mir selbst: „25 ist zu langsam, aber wenn die von 32 bis 35 sprechen wird es am Ende ein 35ger Schnitt werden und die Hügel in Roth sind schlimmer als die topfebene Strecke in Ingolstadt, was mach ich denn jetzt nur…..“

„Und Abfahrt“ brüllt irgendeine Stimme und ehe ich mich versehe kurble ich mit 4 schnellen Rennradlern und einem Profi Richtung Strecke. Nach wenigen Metern ist mir klar: Die 32 waren nur für Einfallspinsel wie mich gesagt worden…. Nun ja, ich überlebe auf der ganzen Strecke 12 Kilometer vorne im Wind, den Rest rolle ich im Windschatten mit oder hechele an den Anstiegen verzweifelt hinterher. Leicht abschüssige Strecke, der Tacho zeigt 49km/h ich überlege das Treten einzustellen eine mahnende Stimme: „Hast Du keinen Gang mehr?“ Achso, ja bitte wie? „Aaf dem Stüggele fahred mir immer mir üwer 50“ werde ich belehrt, ein Lehrer, 61 Jahre und topfit, lustiger Kerl mit ordentlich Bums in den Beinen, nur bei Abfahrten bremst er tatsächlich etwas mehr als ich. Am Kalvarienberg verschiesse ich dann meine letzten Körner und der letzte Anstieg kurz vor der Abzweigung nach Pyras lässt mich um Fassung ringen. Zweimal mussten die „irren Typen auf Ihren fliegenden Kisten“ mich wieder einsammeln, und mich in die Gruppe zurückziehen. Uff, nun ja, Lehrstunde bekommen – Runde zu Ende, ausrollen zur Brauerei – mit 30 versteht sich.

Nach einiger Zeit (als ich endlich wieder normale Farbe im Gesicht hatte) kam die zweite Gruppe auch wieder bei Pyraser an. Die Trikotübergabe für die Pyraser Staffel stand an, tolle Worte von Marlies Bernreuther und Felix Walchshöfer über eine jahrelange Partnerschaft zwischen Challenge Roth und der Pyraser Brauerei.

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Während ich wieder um normalfarbe im Gesicht gerungen habe, hat Fabian Konrad gemeint: eine 5:30 kannst schon fahren am 20.07 – wenn ich danach keinen Marathon mehr laufen müsste – ja, aber in der Gewissheit des Marathons – nein 🙂

In diesem Sinne, zum Wohl

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