Der Auerhahntrail – tolles Race

Trailrunning, also einfach mal Berge rauf und runter rennen erfreut sich ja wachsender Beliebtheit. Wie soll es auch anders sein, das muss ich auch ausprobieren! Gesagt, gesucht und gefunden: ArberlandUltra über 60km und in dem Zug auch gleich der Auerhahntrail über 35km. Ja, super ein paar Mal in die in die Berge und dann passt das schon. DACHTE ICH MIR.
Eine Woche vor dem Start noch eine ordentliche Erkältung eingefangen und mit verstopfter Nase am Start eingefunden. 10 Uhr ging es los, die 60km Starter waren schon lange unterwegs im Gebiet rund um Bodenmais. Ich trottete gemächlich los, raus aus Bodenmais ein bisschen über die Wiesen und in einem Sitz dann auf den kleinen Arber. Vom kleinen Arber runter, etwas laufen lassen und ab auf den großen Arber. An der Bergstation gab es eine Verpflegungsstelle mit allem was das Herz begehrt und im Anschluss einen coolen Downhill zum großen Arbersee. Danach ging es langgezogen auf den Mittagsboden, dem vorletzten Anstieg des Tages – im Anschluß über einen sonnigen breiten Downhill. Der letzte Anstieg, knappe 120hm an den Rießlochfällen hätten mir fast den den Zahn gezogen. Endlich oben, noch 5km bis ins Ziel laufen lassen….. Aua, Aua, Aua, wenn man zwar die Höhenmeter locker wegdrücken kann, aber der längste Trainingslauf in diesem Jahr bei 25km geendet hat, dann musst man 10km leiden – ja, ich habe gelitten – aber gefinished, trotz Schnupfen und Trainingsrückstand.

Cool war es, top organisiert, familiär – ich komme nächstes Jahr glaube ich wieder und schaue wie viel schneller ich über den Auerhahntrail komme.

Der Auerhahn ruft

Es könnte unterschiedlicher nicht sein dieses Jahr. Beruflich läuft es gut, sportlich läuft es gar nicht. Ich habe für mich schon vor geraumer Zeit entschieden, dass man nicht alles haben kann. Familie und Job geht vor, Familie macht das Leben lebenswert und vom Job lebt man. Stellen sich die Fragen:
Eine Langdistanz? Völlig utopisch!
Halbdistanz? Machbar aber würde keinen Spaß machen!
Olympische Distanz? Klar, geht immer, aber die Zeit wäre unterirdisch!
Also bleibt die Frage was machen ohne zu wissen, dass man hinterher mit seiner Leistung nicht zufrieden ist?

Die Lösung scheint mir ein Trailrun zu sein. Berge, Landschaft und vor allem: etwas Entspannung in der Natur!
Irgendwann habe ich mich auf die Suche gemacht und bin über den Auerhahntrail (35km / 1500hm) im Rahmen des ARBERLANDUltraTrail gestolpert.
Da kann ich am Freitag die Familie einpacken, in den bayerischen Wald gondeln und ein entspanntes Wochenende verbringen.
Einfach wird es nicht, dass Unterfangen #Auerhahntrail. Die Profis unter Euch werden lachen, 35km? Kinderfasching! 1500hm? flat is boring! Ja, da habt Ihr Recht, vor 2 Jahren wäre ich mit einem anderen Anspruch an die Sache ran gegangen.
Es wird mein erster echter Trailrun, so mit Startnummer und Wettlauf und ich habe einen einzigen Plan: Nicht letzter werden 🙂
Drückt mir die Daumen und amüsiert Euch über meinen Versuch den Auerhahntrail zu stolpern – stay tuned – Trainingsplan folgt in Kürze.

Nächstes Jahr #UTLW

Da mache ich einmal Urlaub außerhalb von Balkonien und wir fahren in den „Woid“ (Anm. d. Redaktion: Bayerischer Wald). Soweit alles easy, Donnerstag eine MTB Trailrunde mit tollem Flowtrails

 

Letzter Hügel war dann der Hirschenstein, quasi der Hausberg direkt am Hotel.
Freitag musste ich dann arbeiten, aber für eine klitzekleine Schwimmrunde hats noch gereicht.
Heute morgen wollte ich dann um 06:00 Uhr los, schnell den Trail zum Hirschenstein rauf und wieder runter bevor ich mit der Familie eine Brennerei, eine Glasbläserei und dann noch in den Nationalpark starte – PUSTEKUCHEN ICH HABE VERSCHLAFEN!

Wenn also schon kein Lauf an frühen Morgen dann ein bisschen Timeline lesen – und es wurde irgendwie nicht besser…

Ich entdecke den UTLW (http://utlw.de) – keine 40km vom Hotel entfernt. Echt jetzt? Ein Trailrun um die Ecke? Ich lese mal nach und finde zwei Strecken :
Den Osser Riese mit 25km und 1200hm, wäre ja eigentlich genau das richtige gewesen. Der Trainingszustand hätte es hergegeben. Schade, war nix…. Ich lese weiter und finde den König vom Bayerwald mit 53km und 2600hm. Einen Ultra will ich seit Jahren laufen, 3x war pünktlich zu #Rodgau50 krank. Das Thema Rodgau ist durch für mich, einen Ultra im Winter werde ich mit meiner Nähe zur tödlichen Männergrippe nicht schaffen /o\
Aber einen Ultra? Den muss ich schon mal laufen.
Kurzschluss im Gehirn und von der Familie die Aussage: wenn wir wieder hier her fahren, dann darfst Du auch den UTLW laufen!
Ok – Ansage! In 2017 laufe ich einen Ultra und zwar genau den, der mich heute angesprungen hat. Also, schön langsam die Laufumfänge nach oben korrigieren und hoffen, dass die samstägliche Trailrunde im EBE Forst mit Veit ihre Wirkung zeigen.

Multisport