Mein persönliches (sportliches) 2012

Was für ein verrücktes Jahr!

Ein wirklich sehr intensives Jahr biegt gerade auf die letzten Stunden ein. Bevor auch ich dieses Jahr zu einem schönen Abschluss bringe, einige letzte Worte für 2012. Erst einmal möchte ich mich an dieser Stelle bei Alois und Ludwig bedanken. Beide haben mich mehr als einmal angetrieben, beschimpft, angefeuert und nicht zuletzt heute zu einer für mich nicht für möglich gehaltenen Zeit von 54:26 über 10km geschleift. Danke Jungs einsame Spitze!

Ich möchte aber noch einmal zurück blicken, ganz an den Anfang. Vor genau einem Jahr hatte ich 17,4kg mehr auf der Waage und war alles andere als zufrieden mit meinem Leben. Immerhin hatte ich schon zwei Wochen vorher mit einem Arbeitgeberwechsel einen neuen Lebensabschnitt eingeläutet. Aber es sollte allgemein ein besseres, gesünderes und glücklicheres Leben werden. Also stellte ich meine Ernährung um und hatte damit Anfangs auch schnelle Erfolge. Aber ganz ohne Sport kann man halt nicht abnehmen und so fing ich ab März an nicht mehr nur noch Fußball zu spielen, sondern auch intensiv Rad zu fahren.

Der Schock des Jahres folgte am 20.03.12 im letzten Fußballtraining in der Halle. In die Bande getreten und sofort den Schmerz gespürt. Außenbandriss im linken Sprunggelenk diagnostizierte mir mein Arzt am nächsten Tag. Sechs Wochen Pause! Ich war erst einmal ziemlich am Boden. Hatte doch bis dahin alles so perfekt geklappt. Ich habe meine Sporteinheiten gesteigert und knapp 2kg an Gewicht pro Monat verloren. Aber es hilft ja nix, erst einmal Pause.

Auch wenn es unsportlich ist, geht der 28.04. geht auch in dieses Jahr ein, vier Tage nach meinem eigentlichen Geburtstag, feierte eine super schöne Feier mit allen guten Freunden. Ein wirklich gelungenes langes und auch teures Fest – aber man wird ja nur einmal 30 😉

Am 01. Mai stieg ich das erste Mal wieder auf das Rad, wenn auch noch Vorsichtig. Schnell aber merkte ich, das Gelenk hält! So folgte im Mai auch die erste Radtour über 50km. Der Juni war sportlich gesehen der intensivste Monat. 26 Einheiten in nur 30 Tagen, darunter auch ein grausamer Lauf. Ich habe bei mir gesagt, ich werde niemals ein Läufer werden, wie kann man so verrückt sein so etwas zu tun?

Ein ganz großer Tag war der 25.6. für mich, an diesem Tag wog ich seit Jahren das erste Mal wieder unter 100kg. Die bis heute stehende längste Radtour mit knapp 75km am Vortag tat wohl auch einiges dazu. Natürlich bin ich die nächsten Tage wieder über 100km geklettert, aber seit dem 06.07. bin und bleibe ich zweistellig!

Der Juli war zwar etwas ruhiger mit „nur“ 17 Einheiten, bot aber mit meiner ersten Radtour in meinen Heimatort Schwindegg (ca. 70km) ein absolutes Highlight. Dieses wiederholte ich im August noch einmal, beim zweiten Mal sogar in unter 3 Stunden.

Mein USA Urlaub während dem Oktoberfest kostete mich fast drei kg auf der Waage, war aber zum einen sehr erholsam und zum anderen wunderschön! Außerdem bot er ein weiteres Highlight in diesem Jahr. Am letzten Tag in den USA am 08.10. rauchte ich meine bis dato letzte Zigarette. Am 10.10. war ich wieder zurück in Deutschland und startete nur einen Tag später in meine Laufkarriere.

Diese Laufkarriere erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt am heutigen Tag mit dem Münchner Silvesterlauf über 10km. Bei absolutem Traumwetter gingen wir mit dem Ziel unter 55 Minuten zu bleiben an den Start. Ich hatte schlecht geschlafen und ganz leichte Unterleibsschmerzen, welche mich aber nicht weiter stören sollten, ich hatte während des Laufes ganz andere Schmerzen. Nachdem ich meine Nervosität etwas in den Griff bekommen hatte, ging es auf die ersten Kilometer. Bis km 3 war das Ganze nicht mehr als ein Hindernislauf um langsamere Läufer. Das zweite Mal beim Olympiastadion wurde ich das erste Mal von Freunden angefeuert, ein geiles Gefühl! Nach 5 km merkte ich schon dieses für mich enorme Tempo. Als wir von der U-Bahn zur Eishalle liefen, hätte ich am liebsten fast abgebrochen, als wir da noch eine Schleife extra drehten. Zumal ich Schmerzen in der Brust hatte die immer stärker wurden. Dann auch wieder der Blick auf die Uhr, der Puls mittlerweile nur noch über 170 und dann noch von der Eishalle zum Stadion hoch. Die beiden Hasen Ludwig und Alois gaben alles und feuerten mich ununterbrochen an. Den letzten Kilometer konnte ich absolut nicht mehr genießen, selbst als wir auf die Zielgerade einbogen war mir noch Kotzübel. Dann aber dieses Glücksgefühl und ein geiler Endspurt mit dem Blick auf die Uhr „54:26“ GEIL und dann noch eine gute Freundin die dich im Ziel begrüßt, was für ein Lauf. Der nächste Gedanke war: Mir ist so schlecht. Aber nach einigen Tassen Tee und Sekt ging es mir wieder gut und ich bin mächtig Stolz auf das 2012 erreichte. Das heute mich eher mein Kreislauf und nicht meine Beine behindert haben, macht mir Mut für ein gutes nächstes Jahr.

Ich wurde übrigens 111. in meiner AK und 948 Gesamt 🙂

Nächstes Jahr wird der Fokus klar auf Laufen liegen, der 13.10.2013 und mein erster Marathon ist nicht weit weg 😉

Noch die nicht ganz unwichtigen Fakten für dieses Jahr:
165 Trainingseinheiten
213,5 Stunden
2245 km (1850 Rad, 345 Run, 50 div.)

Danke auch an alle die ich dieses Jahr durch Sport (Twitter und Co.) kennen lernen durfte, es ist eine unglaublich coole und offene Gemeinschaft! Ich freue mich auf nächstes Jahr und wünsche uns allen ein gesundes, verletzungsfreies und fröhliches 2013!

3 Gedanken zu „Mein persönliches (sportliches) 2012“

  1. Auch an dieser Stelle noch einmal meine Gratulation! Die Challenge für 2013 steht. Ich habe mein Startgewicht 2013 heute ermittelt. Bin mal gespannt, wer am 31.12.2013 mehr Gewicht verloren hat. Ansonsten freue ich mich auf ein tolles Jahr und ein schönes Marathonvorbereitungscoaching und auch eine tolle Marathonvorbereitung.

    – Happy New Year –

  2. Hallo Stefan,

    das war doch ein super Abschluss des Jahres 2012, und für mich ein Vergnügen, Dich kennengelernt zu haben (wenn auch nur auf einen kurzen Handshake).

    Ich bin u.a. auch für den München Marathon 2013 gemeldet, da haben wir ein gemeinsames Vorhaben.

    Ich freue mich darauf, Dich und das gesamte Team in 2013 häufiger zu treffen.

    Viele Grüße
    Frank alias @Laufblog

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