Diagnose Läuferknie (oder auch: was soll das denn jetzt)

Große Pläne, zumindest für die Anzahl der Wettkampfteilnahmen hatte ich geschmiedet für 2018. Ich wollte mal wieder Spaß am Event haben. Volksdistanz, olympische Distanz und zum Schluß noch die Challenge Walchsee. Zwischendrin ein paar Läufe und eine toller Trail – so wäre es geplant gewesen. Trainingsplan geschrieben und nach dem, aus sportlicher Sicht unschönen Jahr 2017 mit Elan begonnen. Einen kurzen Rückblick auf dieses Jahr erspare ich mir und Euch an dieser Stelle, vielleicht kann ich mich noch aufraffen das Desaster vom Arberland Ultra zu schreiben, dann hättet Ihr wenigstens was zu lachen.

Aber jetzt zurück zum Trainingsplan, es läuft und wie! Die Fenix 5 meldet sportliche Verbesserungen, der VO2max verbessert sich und das Gewicht nimmt ab. Manchmal ist es zwar ein Wahnsinnstrip um in eine 70 – 80 Stundenwoche noch ein paar Einheiten zu packen aber es gelingt mir!

Dann kommt ein komischer Lauf, locker trabend erkunde ich mal wieder die Umgebung um ein Hotel als plötzlich im Knie sticht, autsch… Ich schiebe es auf die Kälte und die etwas zu alten Schuhe und wackle zum Hotel. Das Knie ist dick, aber Hey morgen gehe ich Schwimmen und dann passt das wieder! Beim Schwimmen sticht es auch, permanent…. Egal, am nächsten Morgen wird gelaufen, dem Schmerz werde ich helfen! Logo, 8 Kilometer gelaufen und dann in der Firma die Treppen nicht mehr steigen können. Macht nix, eine kurze Pause und am Samstag kann ich mit Veit auf den Trail, bis dahin ist alles wieder gut!

Gut ist natürlich gar nichts, aber das ist doch kein Grund nicht zu laufen! 16 Kilometer auf den EBE Forsttrails und danach ist es soweit. Ich kann kaum noch geradeaus gehen. Treppenstufen stellen ein schier unüberwindbares Hindernis dar und das rechte Knie wackelt wie ein Kuhschwanz beim Versuch es zu belasten. PAUSE! Nach weiteren 5 Tage ohne Besserung beschließe ich dann doch endlich einen Arzt zu konsultieren.

Ein bisschen testen hier, drücken da, Ultraschall und Röntgenbilder und dann kommt die Diagnose: Läuferknie und Ansätze für das Patellaspitzensyndrom….

Klare Worte was jetzt wie zu tun ist vom Doc bringen die Erkenntnis, dass die Saison etwas später beginnen und auch etwas sanfter verlaufen wird als geplant.

Nun ja, seit Schmerzbeginn sind jetzt 24 Tage vergangen und ich die ersten 29 Minuten locker joggen. Erfreulicherweise in der ganz alten (ja, auch das zu berechnende Alter aufgrund der Geburtsdaten der Mitläufer deutet auf “alt” hin) Hale-Hearty Combo.

Dehnübungen und Blackroll danach und nach dem duschen dick Salbe auf das Knie und warmhalten und hoffen dass der Ansatz #comebackstronger funzt.

Die wichtigste Weisheit kam von meinem Doc: “Du bist halt auch schon 40, weil mit 40 ist es anders als mit 30 und mit 30 war’s schon anders als mit 20…..”

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