Archiv der Kategorie: Rückblicke

Caverion City Trail

Am Sonntag bin ich noch bei Regen und Temperaturen die das Wort Sommer nicht verdient haben durch den englischen Garten gewetzt und am Dienstag stand ohne Druck undcitytrailrun2014_1 Zeitnahme der Caverion City Trail an.
Caverion? Habe ich mich auch gefragt. Die Lösung: Ein Spezialist für Gebäudetechnik und Facility Services der mit einer Kampagne: „Gebäude sind wie Körper“ dazu eingeladen hat.
Caverion_StreckeDie Ausschreibung war kurz und knapp gehalten: Loslaufen zwischen 08:00 und 19:09 Uhr, letzter Zieleinlauf um 20:00 – 7,7km mit der Salomon Trail App ablaufen, keine Zeitnahme, ein Salomon Stand und ein Finishershirt von Salomon. Passt, wollte ich doch nur win bisschen die Beine locker laufen und Spaß haben.
Also hin, @das_maeuschen getroffen und die Runde locker ablaufen, die passende App hatte ich ja auf dem Smartphone, am Tag zuvor noch getestet, log-in funktioniert, Track gefunden also, was soll schief gehen? Ganz einfach die App funktioniert nicht, also grad mal gar nicht, nix log-in – Mist! Also doch mit Zettel laufen….
Glücklicherweise musste der Leiter Marketing am Morgen noch die Strecke ablaufen und die Abzweigungen mit Kreide kennzeichnen, Danke dafür – sonst hätte ich viele Kilometer Umweg gemacht, was meiner Begleitung in der ersten Runde wohl die Zornesröte nach dem ersten erfolgreich gelaufenen 10km Wettkampf am Sonntag ins Gesicht getrieben und mir Prügel gebracht hätte 🙂 Los am Sitz von Caverion, auf die Riesstrasse und 3 gelungene Plakate begutachtet, weiter Richtung OEZ, Treppen rauf, Brücke über den Ring und rein in den Olympiapark. Gerade

Zwischenstopp auf dem Olympiaberg
Zwischenstopp auf dem Olympiaberg

entlang der ZHS zur Linken, immer auf die BMW Welt zu, kurz davor rechts und wieder über eine Brücke links die Soccer 5 Arena, vor uns das Sea Life und geradeaus zum Olympiaberg und #hochdenBerg (Danke für diesen Hashtag übrigens an @derBinser) rauf, rauf, und der Pfeil zeigt ganz rauf, oben ein toller Blick über München und das beginnende Tollwood Festival. Runter vom Berg, nicht auf dem direkten Weg, sondern über ein paar Kehren über eine Brücke und zum Olympiastadion, links runter und Richtung Event Arena, die eigentlich einmal das Olympia Radstadion war. Rechts rum vor der großen Parkharfe scharf links, Brücke durch und entlang des mittleren Rings Richtung OEZ, noch ein paar Kurven und dann entlang des Uptown Munich, eine weitere Kurve und zurück zum Ausgangspunkt. Angekommen – Spaß hat es gemacht, leider hat Salomon inzwischen den Stand vollständig abgebaut und war verschwunden. Salomon / Caverion Funktions – Shirt packen und nach Hause – dachte ich – bis eine bekannte Stimme sprach: „Hey Ludwig, geht noch eine Runde?“
Teufel links: „Hahahaha natürlich, los!“
Engel rechts: „Nein, das steht nicht auf dem Plan ausser dem und überhaupt!“
Lange Rede, kurzer Sinn, auf ging es in eine neue Runde durch den Park, diesmal etwas länger, wenn schon, dann müssen die 17km voll werden.

Caverion_2Ich habe mich fast ein bisschen geärgert, dass ich nicht um 10:00 Uhr die Runde mit einer großen Gruppe unter Führung von Peter Schlickenrieder laufen konnte, aber hey – ich habe mit einer Bekannten eine schöne Runde gedreht und danach noch einen Fitness – Trainer von Body & Soul, einen fitten Rennradler der sich gerade auf den Öztaler – Radmarathon vorbereitet kennengelernt und habe etwas über Gebäudetechnik und Facility Services vom Leiter Marketing bei Cavarion erfahren.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass die App von Salomon irgendwie nicht das macht was sie verspricht, eigentlich fand ich die Idee super – eine City TrailScreenshot_Salomon_App App, endlich mal auch in einer fremden Stadt über Trailstrecken holpern, die bekannt und für gut befunden wurden. Die Strecke im Olympiapark war aber dank der Streckenkarte und den Pfeilen auf dem Boden problemlos zu finden und zu laufen.

Hoffentlich gibt es ein Revival des Caverion City Trail Runs, am besten mit vielen Läufern die am Dienstag den ganzen Tag über verteilt über die Strecke gescheppert sind zu einem gleichzeitigen Start und natürlich dem -timekiller- vom Plakat 🙂

Mein Jahr 2013

Ich habe mal das Blogstöckchen von @redcherrypepper gefangen und mache aus dem Laufjahr 2013 mein Sportjahr 2014.
Warum Sportjahr? Nun, nur laufen war ja bei mir noch nie der Fall und zu allem Überfluss wurde ich vom Handballwahnsinn wieder gepackt und habe mit den 3. Herren des TSV Allach 09 eine Weltklasse Truppe gefunden. In diesem Verein habe ich das Handballspielen gelernt und dann über viele Jahre über den SV Untermenzing und die SG Pasing / Untermenzing weitergespielt bis mich vor 9 Jahren 2 Bandscheibenvorfälle zum vorübergehenden Aufhören gezwungen haben.

Wenn ich 2013 mit drei Wörtern beschreiben müsste, dann wäre es wohl Baustelle + Trainingsrückstand = Übergangsjahr (Meine Gartenbaustelle hat mich viele Wochenenden arbeit gekostet, da war an Training nicht zu denken, der daraus resultierende Trainingsrückstand, der sich auch durch den langen Infekt im Frühjahr verstärkt hat war nicht auf zu holen. Aus dieser Kombination wurde dann für mich das Übergangsjahr 2014)
Ich habe 2013 insgesamt 3 Paar neue Sportschuhe gekauft, wie immer im Fachhandel, ein Sportschuh muss ja passen. Einen Brooks Ghost, einen Asics und Kempa Handballschuhe.
Ein Blick in meinen Sportklamottenschrank würde wohl zeigen, dass ich der typische Finishershirt und Discountklamottensportler bin.
Aber wenn ich könnte, dann würde ich mir endlich gute Trailschuhe zulegen (was in Kürze auch passieren wird).
Ein Bild, das mich in 2013 am besten zeigt, ist dieses hier:
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Für 2013 hatte ich mir vorgenommen, einen Marathon zu laufen und meine 10km PB zu verbessern, passiert ist Beides nicht, aber ich gräme mich deswegen nicht.
Wenn ich ehrlich bin, dann ist das nicht schlimm, mein Sportjahr 2012 war phantastisch und durch Wiedereinstieg beim Handball und Dank der guten Spieler habe ich trotzdem schöne Siege erlebt
Mein schönstes Erlebnis in 2013 war letzter der letzte Spieltag in der Hinrunde mit einem tollen Auswärtssieg.
Ein Erlebnis, auf das ich in 2013 gerne verzichtet hätte, war meine grauenhafte Leistung bei der Challenge Walchsee.

Mein Lieblingssportfoto, das ich selbst gemacht habe ist schwer zu bestimmen. Aber vielleicht das hier:
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In 2013 bin ich bei insgesamt 9 Wettkämpfe gestartet, davon 5 Läufe ( 3x 10km, 1x 17km und 1x HM) 1 MTB Rennen und 3 Triathlon (1x Sprint, 1x olympisch und 1x Halbdistanz)
 
Stolz bin ich auf meine Leistung bei der Challenge Walchsee bei der mich der Kopf und der Wille ins Ziel gebracht haben, DNF is not an option.
2013 hatte ich keine Premiere.   
Beim Laufen kann ich nachdenken, lachen, traurig sein, die Landschaft genießen oder einfach versuchen kontrolliert mein Tempo zu laufen.
Mein Lieblingslauffoto in 2013 ist der Zieleinlauf von meinem Freund Stefan beim München Marathon!

Musik gehört für mich nicht immer zum laufen, lieber in Gesellschaft mit guter Unterhaltung.
In 2013 bin ich insgesamt viel zu wenig gelaufen aber das wird 2014 wieder besser 🙂
Ich laufe weil ich es kann.
Meine Traumlaufstrecken wären für mich ein Trail durch die schottischen Highlands und eine öffentlich zugängliche 400 Meter Bahn in Wohnnähe.
Laufen ist für mich die Möglichkeit von der Arbeit ab zu schalten, meine Gedanken zu sortieren und immer wieder eine Herausforderung an der Startlinie.
In 2014 will ich die Ziellinie der Challenge Roth mit einem Lächeln und meinen Kids rechts und links an der Hand überqueren und ich freue mich auf den Ironman 70.3 Zell am See mit @Lauftagebuch

2. Lauf Winterlaufserie Ismaning 2012 / 2013

In der Früh war über über die Twitter – Sporttimeline eindeutig der Unmut über Schnee, Eis, die Kälte und den Wind zu empfangen. Zugegeben, meine Laune war auch nicht wirklich besser. Aber gut, die #Rodgau50 Wahnsinnigen sind zu Ihren Trainingsmarathons aufgebrochen und ich war froh die Winterlaufserie Ismaning als Ausrede zu haben 🙂

Um 09:00 Uhr Alois eingesammelt und ab nach Ismaning, angekommen und festgestellt, dass die Temperatur dort auch nicht höher waren. Na gut, warmlaufen…

Startblock 1 oder 2? Nettozeitnahme, eigentlich egal, lieber vorne im Startblock 2 losscheppern, dann sind die ersten Kurven nicht so ein Gedränge. Gesagt, getan Startblock 2 ganz vorne eingereiht und einen Bekannten aus dem Lauftreff getroffen. Prima, Pace 5:00 min/km wollen wir laufen. Eigentlich ist der Startblock 2 ja für die Läufer, die länger als 90 Minuten laufen, aber im Startblock 1 hinten loslaufen bedeutet: Gedränge in den Kurven und einen Haufen  Läufer die nicht sub90 laufen können und das Gedränge noch schlimmer machen. Also, Startblock 2 und los gehts…… Der Taktgeber bei km 1 meldet: 4:30… Hui, das ist eindeutig zu schnell, Tempo rausnehmen, der Meinung ist mein Nebenläufer auch. Es geht runter an die Isar, es wird rutschig, jetzt noch wegen der Eisplatten auf dem Weg. Kurz vor der Abzweigung kommen uns dann tatsächlich noch die ersten 3 Läufer entgegen, mehr Gegenverkehr hatten wir glücklicherweise nicht. Weiter gings, rechts weg von der Isar und nach ein paar Metern wieder links raus auf einen Wirtschaftsweg, Kurve rechts, nochmal Kurve rechts und wieder unten an der Isar und zurück nach Ismaning. Bei km 10 kurzer Kontrollblick auf der Uhr, 00:48:31, passend zum Vorhaben, wenn auch 1:29 Minuten zu schnell. Bis km 15 ging es dann mit meinem Lauftreffkameraden die Isar runter, er war deutlich frischer und hat dann nochmal 2km ordentlich draufgedrückt. Meine Durchgangszeit bei km 15 war mit 1:13:00 absolut o.k. und nach kurzer (aber anstrengender Kopfrechnerei) fand ich heraus, dass ich ja tatsächlich auf unter 1:23:00 laufen könnte :-), alle Kräfte zusammen und los.

Auf der Gerade Richtung Sportplatz haben mich dann netterweise 2 aus dem ersten Startblock eingekeilt und haben sich gewundert warum ich „um Platz“ gebeten habe. Dem einen bin ich wohl auf den Schlipps getreten. In einem super Schlußspurt hat er mich noch überlaufen…. :-/

Ein Blick auf die Uhr sagte mir 1:22:58, die offizielle Zeitmessung hat 1:22:54 ausgespuckt…

Ach ja, die Strecke: Winter an der Isar halt, erst eisig und dann matschig natürlich ein bisserl rutschig aber das gehört doch irgendwie dazu, auf Asphalt und Beton laufen wir im Sommer wieder genug.