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Knorpelschaden, OP und nun?

Nun ja, der letzte Beitrag liegt schon etwas zurück, damals war ich noch guter Dinge, dass es nur ein Läuferknie ist und mit ein bisschen Pause, Rumpfstabi, Lauf-ABC und Dehnen die Welt wieder in Ordnung kommt.

Das wäre aber zu leicht gewesen. Einen Arztbesuch später fand ich mich auf dem Weg zum MRT wieder – Diagnose: Knorpelschaden im rechten Knie. Einer? Nö, da kann man einige diagnostizieren: Grad II, Grad III und weil es so viel Spaß macht nochmal Grad IV. Die MRT Ärztin beglückwünschte mich zu einer bevorstehenden OP und mein behandelnder Orthopäde sagte es etwas schöner verpackt:
„Bänder und Meniskus sieht gut aus, die Muskulutar ist echt gut – aber der Knorpel ist ordentlich lädiert….“

Ergebnis:

Nach ein bisschen hin und her und der Diskussion über meine „Bewegungsfreude“ fand ich mich dann mit der Empfehlung einer Mikrofrakturierung bei Dr. Google….. was soll ich sagen, die Informationen die ich gelesen habe sind zwischen:

1) mir völlig unverständlich weil Latein
2) einer völlig frustrierten Dame und
3) einem lustigen Fußballer im Läuferblog

Zu 1 brauche ich nix sagen, weil ich verstehe es halt nicht wirklich,
Zu 2 kann ich nur sagen: Ah, ja – Danke ich möchte das „pass auf“, „mach das nicht“, „mach dies nicht“ und den ewig mahnenden Zeigefinger nicht lesen…..
Zu 3 kann ich nur sagen: Wer auch immer Du bist, DANKE! Na klar war der Weg nicht ganz einfach. Aber die Motivation und das positive aus dem Beitrag haben mir gefallen!

Ansonsten habe ich irgendwann einfach aufgehört zu googeln und mich von meinem Orthopäden, einer Sportphysio und einer „normalen“ Physion beraten lassen.

Erkenntnis: Wird helfen wenn Du Dich an den Nachsorgeplan hältst.

In diesem Sinne – Ciao Saison 2018, mit uns beiden hätte es echt mal wieder was werden können und #comebackstronger im Herbst 2019. In dieser zugegeben langen Zeitspanne werde ich Euch mal mit meinem Versuch zum IM70.3 Zell am See 2019 wieder „fit“ zu werden langweilen.

 

#comebackstronger – Wochen 1 & 2

Na, dann wollen wir mal wieder. Die erste ernstzunehmende Woche mit mehr oder weniger Training ist geschafft und das Knie zwickt zwar noch, aber der heftige Schmerz ist vorbei.

Noch ist alles unter Reha zu verbuchen, auch die Fenix ist der Meinung, dass ich “unproduktiv” bin.

Die Belastung insgesamt mit  Dienstag und Samstag jeweils einer Einheit Rumpfstabi. Donnerstag (20 Minuten) und Sonntag laufen. Am Samstag noch als Maßnahme gegen eine Migräne aufs MTB gesetzt, es hat Wunder gewirkt.

 

Die zweite Woche beginne ich dann neben dem weiteren Rehaplan mit einer #7x4Challenge. Bedeutet in meinem Fall 7 Tage pro Woche, 4 Wochen lang jeden Tag ca. 15 Minuten Fitness und Stabi Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Klingt unspektakulär, macht aber Muskelkätzchen. Am Mittwoch der zweiten Woche habe ich dann hocherfreut festgestellt, dass 30 Minuten schmerzfreies Laufen wieder drin sind – YEAH! Kaum geht das wieder kam schon wieder von der rechten Schulter die Meldung: Cool, los komm – morgen früh gleich nochmal! Der Narr in mir hat sofort begeistert zugestimmt bis von der linken Schulter kam: HALT! Schon wieder vergessen was der Doc gesagt hat?

Der vernünftige Teil meines Gehirns hat diese Mitteilung verstanden und den Narren überstimmt.

Endlich Wochenende, in einen hektischen Samstag habe ich nach guter alter Weise einen Lauf nach Hause eingebaut. Der hätte genau zwischen zwei Verpflichtungen gepasst. Lockere 11 Kilometer – wären es gewesen wenn ich Unglücksrabe nicht meine Laufschuhe hätte zu Hause vergessen. Also, nach Hause fahren und dann noch schnell wenigstens 7 Kilometer einschieben. Sonntag gab es noch 30km auf dem MTB, das Knie hält relativ gut und ich beginne Hoffnung für einen guten Spätsommer zu schöpfen.

Diagnose Läuferknie (oder auch: was soll das denn jetzt)

Große Pläne, zumindest für die Anzahl der Wettkampfteilnahmen hatte ich geschmiedet für 2018. Ich wollte mal wieder Spaß am Event haben. Volksdistanz, olympische Distanz und zum Schluß noch die Challenge Walchsee. Zwischendrin ein paar Läufe und eine toller Trail – so wäre es geplant gewesen. Trainingsplan geschrieben und nach dem, aus sportlicher Sicht unschönen Jahr 2017 mit Elan begonnen. Einen kurzen Rückblick auf dieses Jahr erspare ich mir und Euch an dieser Stelle, vielleicht kann ich mich noch aufraffen das Desaster vom Arberland Ultra zu schreiben, dann hättet Ihr wenigstens was zu lachen.

Aber jetzt zurück zum Trainingsplan, es läuft und wie! Die Fenix 5 meldet sportliche Verbesserungen, der VO2max verbessert sich und das Gewicht nimmt ab. Manchmal ist es zwar ein Wahnsinnstrip um in eine 70 – 80 Stundenwoche noch ein paar Einheiten zu packen aber es gelingt mir!

Dann kommt ein komischer Lauf, locker trabend erkunde ich mal wieder die Umgebung um ein Hotel als plötzlich im Knie sticht, autsch… Ich schiebe es auf die Kälte und die etwas zu alten Schuhe und wackle zum Hotel. Das Knie ist dick, aber Hey morgen gehe ich Schwimmen und dann passt das wieder! Beim Schwimmen sticht es auch, permanent…. Egal, am nächsten Morgen wird gelaufen, dem Schmerz werde ich helfen! Logo, 8 Kilometer gelaufen und dann in der Firma die Treppen nicht mehr steigen können. Macht nix, eine kurze Pause und am Samstag kann ich mit Veit auf den Trail, bis dahin ist alles wieder gut!

Gut ist natürlich gar nichts, aber das ist doch kein Grund nicht zu laufen! 16 Kilometer auf den EBE Forsttrails und danach ist es soweit. Ich kann kaum noch geradeaus gehen. Treppenstufen stellen ein schier unüberwindbares Hindernis dar und das rechte Knie wackelt wie ein Kuhschwanz beim Versuch es zu belasten. PAUSE! Nach weiteren 5 Tage ohne Besserung beschließe ich dann doch endlich einen Arzt zu konsultieren.

Ein bisschen testen hier, drücken da, Ultraschall und Röntgenbilder und dann kommt die Diagnose: Läuferknie und Ansätze für das Patellaspitzensyndrom….

Klare Worte was jetzt wie zu tun ist vom Doc bringen die Erkenntnis, dass die Saison etwas später beginnen und auch etwas sanfter verlaufen wird als geplant.

Nun ja, seit Schmerzbeginn sind jetzt 24 Tage vergangen und ich die ersten 29 Minuten locker joggen. Erfreulicherweise in der ganz alten (ja, auch das zu berechnende Alter aufgrund der Geburtsdaten der Mitläufer deutet auf “alt” hin) Hale-Hearty Combo.

Dehnübungen und Blackroll danach und nach dem duschen dick Salbe auf das Knie und warmhalten und hoffen dass der Ansatz #comebackstronger funzt.

Die wichtigste Weisheit kam von meinem Doc: “Du bist halt auch schon 40, weil mit 40 ist es anders als mit 30 und mit 30 war’s schon anders als mit 20…..”