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Ein Neustart – DER Neustart !?!

Wie oft muss man eigentlich neu starten, bevor man es doch einmal schafft??? Diese Frage schwirrt mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Immer wieder starte ich das Laufen neu, schaffe es so zwei bis drei Wochen und dann überholt mich die viele Arbeit wieder und gleichzeitig machen mir die Abendtermine oft einen Strich durch die Rechnung. Aber das muss doch irgendwie möglich sein, dass man wieder öfter und vor allem regelmäßig laufen geht. Die Waage zeigt schon lange über das Gewicht hinaus, welches mich 2006 dazu motivierte das Laufen anzufangen. Ich muss also etwas unternehmen!!!

Urlaube eignen sich ja immer ganz hervorragend um Veränderungen im Leben zu planen. So auch bei mir geschehen. Anfang September waren wir zwei Wochen im Urlaub. Dort reifte ganz langsam etwas. Begonnen hat es, dass ich mich selbst im Urlaub nicht zumLaufen motivieren konnte aber Stefan versprochen hatte, dass wir am 18.10 gemeinsam den Simssee-Halbmarathon laufen. Es musste also Motivation her. Ich suchte erstmal entsprechendes Futter für meinen E-Book-Reader und stieß auf das Buch „More Power – Lauf dich frei“ von Mike Kleiß .

Das war es doch! Einfach loslaufen und das täglich am Morgen. Je länger ich darüber nachdachte umso besser gefiel mir die Vorstellung den Alkoholkonsum auf ein Minimum zu reduzieren, die Mengen bei der Nahrungsaufnahme wieder etwas einzuschränken und täglich früh aufzustehen um den Tag sportlich zu beginnen. Der Beschluss stand dann schnell fest: Nach dem Urlaub wird bis mindestens zum 18.10 täglich gelaufen.

Gut zwei Wochen später bin ich auf gutem Weg mein Ziel endlich mal wieder zu erreichen. Ich hatte schon Angst davor, dass jeden Tag morgens um 05:30 Uhr der Wecker klingelt und ich dann raus muss zum Laufen. Ich habe dies schon ein paar mal versucht und konnte mich doch nie für die frühen Läufe direkt nach dem Aufstehen begeistern. Normal war es dann so, dass ich das ein bis zweimal durchgezogen habe um beim dritten mal den Lauf auf den nächsten Tag zu verschieben und an diesem dann auf den Übernächsten usw. Dies kann mir allerdings im Moment nicht passieren, weil durch die Pflicht zum täglich Laufen kein Lauf auf morgen verschoben werden kann (irgendwie praktisch). Also quälte ich mich am Anfang jeden Tag ins und ein paar Stunden später wieder aus dem Bett. Es war nicht nur das frühe Aufstehen, das mir zu schaffen machte, nein, es war tatsächlich für mich auch schwierig eine Stunde früher ins Bett zu gehen um am nächsten Tag fit zu sein. Ich konnte dann einfach noch nicht schlafen. Das hat sich allerdings schon nach wenigen Tagen gelegt.

Besondere Highlights in den letzten zwei Wochen waren:

Vorletzter Donnerstag: Ich laufe  die längere Runde über die Seen und es erwartet mich ein mystischer Herbstmorgen

Herbstmorgen am Lußsee
Herbstmorgen am Lußsee

Letzter Montag, als mich Ludwig morgens um 6:00 Uhr auf eine Runde begleitete.

Letzter Freitag, als ich morgens verschlafen hatte und dann meine Frau meinte ob ich nicht Lust hätte am Abend eine Runde mit ihr zu laufen. Es war ihr erster Lauf nach ca. einem Jahr und wir schafften direkt eine sehr langsame 5km Runde. Das passte mir sehr gut, hatte ich doch für den nächsten Tag mit Stefan einen Lauf über mehr als 20km vereinbart.

Letzter Samstag, als ich mit Stefan einen über 2 Stunden und 20,5km  langen Lauf  machen konnte. Wir hatten mal wieder richtig ausgiebig Zeit zu quatschen.

Die endlose Gerade an der Regattastrecke
Die endlose Gerade an der Regattastrecke

 

Heute war mein 16. Lauftag in Folge. Es macht richtig Spaß und die Kilos purzeln. So kann es weiter gehen!

 

Lauftage in Folge: 16

Gelaufen: 132,8 km

Zeit in Bewegung: 14:37:57

 

Dann lasse ich einmal Revue passieren….

Rückblick 20122012 ist nun auch schon wieder passé. Mir kommt es mal wieder so vor, als wäre erst vor kurzem Silvester gewesen und ich hätte mir erst vor kurzem vorgenommen, dass es sportlich wieder aufwärts und gewichtsmäßig wieder abwärts gehen muss. Punkt 1 hab ich recht gut erreicht:

Punkt 2, nämlich das Abnehmen wurde mal wieder um 1 Jahr verschoben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich 2013 einige Kilos wegbekommen werde. Warum das so ist erkläre ich im nächsten Blog. An dieser Stelle möchte ich lieber einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Bereits im Januar stellte ich einen neuen Kilometerrekord auf. 189,6 km bin ich gelaufen. 17km davon waren im Rahmen des 2. Laufs der Winterlaufserie Ismaning, welchen ich, in einer für mich sehr guten Zeit von 01:32:02, also mit einer Pace von 5:24 min/km gelaufen bin.

Im Februar gab’s dann auch schon den ersten Rückschlag. Eine Erkältung plagte mich, so dass ich am 3. Lauf der Winterlaufserie nicht teilnehmen konnte. Um diesen Ausfall zu kompensieren meldete ich mich gleich für den Halbmarathon in Forstenried am 24.03. an.

Ab 27. Februar begann ich praktisch täglich mit dem Fahrrad zum Kunden zu fahren. Das sind immerhin einfach knapp 18 Kilometer und ich merkte schnell, dass mir dies unglaublich Spaß macht. Man schafft es täglich ca. 1,5h Sport zu machen und „verliert“ kaum Zeit dabei. Davor fand ich es schon immer schwierig den Sport in den Alltag zu integrieren. Als selbständiger arbeite ich täglich mind. 10h. Mit Anfahrt zum Kunden und Heimfahrt ist man schnell 12-14h unterwegs und kommt meistens mit sehr wenig Lust auf Sport Zuhause an. Durch das mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren habe ich eine Möglichkeit entdeckt den Sport in die Wegezeit zu integrieren und somit auch wirklich zu machen.

Den Plan weiterhin mit dem Rad zur Arbeit zu fahren verfestigte ich dann auch Anfang März und kaufte mir ein neues Fahrrad. Auf Empfehlung des Fahrradhändlers meines Vertrauens, Fahrrad Köhl, wurde es ein einfaches Citybike mit Nabendynamo und Nabenschaltung. Ich wollte ein Fahrrad, bei dem ich mich um nichts kümmern muss und vor allem nicht mehr abhängig von blöden Batterielampen bin, bei denen die Batterien immer dann leer sind, wenn man es braucht. Mein neues Rad wurde also ein 2011er Stevens Courier SL:

Und weil ich ja für 2013 einen Alpencross im Hinterkopf habe und mein Fahrradhändler es verstand mir klar zu machen, dass er nur noch ein 2011er Stevens Glide SX (zufälligerweise in meiner Größe) hätte, das der mir dann günstiger geben würde, kaufte ich gleich noch ein neues Mountainbike:

Das Fahrradjahr 2012 konnte nun also beginnen, aber erst musste ich am 24. März noch beim Halbmarathon in Forstenried antreten. Diesen konnte ich zumindest erfolgreich beenden, aber richtig gut ging es mir dabei nicht. Ich hatte schon geplant, dass ich ihn in unter 2h laufen würde, was ich aber leider nicht erreichen konnte.

Aam 29.04. fand dann der Stadttriathlon statt. Ich hätte eine tolle Zeit schaffen können, wenn… ja wenn ich nicht eine Runde zu wenig Rad gefahren wäre bzw. mir das nicht erst in der Wechselzone aufgefallen wäre. Blöd gelaufen, Haken dran!

Start zum Bodensee - Königssee - RadwegArbeitsmäßig kam dann eine lange Zeit mit sehr viel Streß auf mich zu, was mich veranlasste ab 2. Juni eine Auszeit zu nehmen, weil mir echt alles zu viel wurde. Ich setzte mich auf’s Rad und fuhr von Gröbenzell an den Bodensee und ab da in 5 Tagen immer schön an den Alpen entlang auf dem Bodensee-Königssee-Radweg bis zum Königssee. Das war definitiv das Beste, was ich zu diesem Zeitpunkt tun konnte. Danach war der Kopf wieder richtig frei für neue Aufgaben… Aber das gehört ja nicht hierher.

Das nächste sportliche Highlight war dann der Challenge Roth. Auch wenn ich nicht selbst teilgenommen habe, möchte ich es hier erwähnen. Es war einfach ein tolles Erlebnis Ludwig über die Strecke zu begleiten. An dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung an Ludwig und Veit.

Wahrscheinlich war die Challenge auch ausschlaggebend, dass im Juli der Plan in meinem Kopf entstand am München Marathon teilzunehmen. Die ersten drei von zwölf Wochen konnte ich darauf auch noch wirklich gezielt Trainieren. War ja auch keine Kunst, weil ich im Urlaub auf Langeland in Dänemark war. Da hielt mich keine Arbeit vom Training ab. Als ich allerdings wieder zurück war, musste ich den Plan sehr schnell verwerfen, weil in meinem Projekt während meinem dreiwöchigen Urlaubs so einiges schief gelaufen war und das Arbeitspensum dementsprechend hoch war. Da blieb dann leider tatsächlich keine Zeit für ein gezieltes Marathontraining.

Insgesamt machte ich schon recht regelmäßig Sport, aber es beschränkte sich mehr auf #biketowork – Touren, dann auf gezieltes Training. So ging das zweite Halbjahr ohne nennenswerte Ereignisse vorbei. Ich legte leider wieder ein paar Kilo an Gewicht drauf, was vermutlich auch den Leistungseinbruch verschuldet, den ich im Herbst erfahren durfte. Es ging einfach nichts mehr voran. Jedes Training empfand ich als Qual und Tempomäßig wurde ich eher langsamer.

Ab November konnte ich dann das Training wieder etwas steigern. Die Gründung des Teams #halehearty beim Winterpokal und auch die Anmeldung zur Winterlaufserie in Ismaning brachte ein wenig Aufwind. Außerdem fiel in dieser Zeit auch die Entscheidung, dass ich Stefan nächstes Jahr beim München-Marathon begleiten werde.  Alles in allem eine sehr gute Motivation.

Im Dezember war dann der erste Lauf der Winterlaufserie. Ich wollte diesen Lauf genießen und so gab ich bei weitem nicht alles. Ich war deshalb mit der Zeit von 1:08:11 über 13 Kilometer mehr als zufrieden. So kann es weiter gehen.

Ein toller Abschluß des sportlichen Jahres 2012 war dann der gestrige Silvesterlauf. Es war Stefans erster Wettkampf und so begleiteten ihn Ludwig und ich über die Strecke und spielten Hasen für eine Zielzeit von 00:54:xx über die 10 km. Nach 00:54:25 lief Stefan dann über die Ziellinie. Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch dafür!

Das war also mein Jahr 2012. Weiter geht’s in 2013.

Hier noch 2012 in Zahlen:

Trainingseinheiten: 235
Zeit: 347:38:04 Std.
Kilometer: 5801.08 km

 

Sportart Einheiten Dauer Distanz
Laufen 98 118.84 Std. 1195.00 km
Schwimmen 10 6.18 Std. 14.95 km
Rennrad 10 20.96 Std. 593.62 km
Fahrrad 107 175.00 Std. 3763.43 km
Rolle 1 1.00 Std.
Mountainbike 6 15.79 Std. 205.87 km
Berg-/Wandern 3 9.86 Std. 28.21 km

KW 31 – 2. Woche Marathon Vorbereitung

Wie schnell doch so 3 Wochen vergehen. Schon habe ich wieder den ersten Arbeitstag hinter mir und es wird schon wieder schwieriger alles zeitlich unter zu bekommen. Aber erst einmal zurück zur letzten Woche. Diese habe ich ja immer noch auf Langeland verbracht mit viel Zeit für Essen…. äh Sport (natürlich). Wobei das Essen und Trinken bei so einem Urlaub natürlich auch nicht zu kurz kommt.

Ich schiebe es jetzt auch mal auf die vielen Genüsse, dass meine Leistungsfähigkeit in dieser Woche massiv in den Keller ging. Es ging mir bei den meisten Läufen nicht sonderlich gut und so habe ich gestern fast schon gezweifelt, ob ich das Projekt Marathon wirklich angehen sollte.

Der Reihe nach:

Montag:
Nach dem langen Lauf gestern war heute erst einmal verdient und geplant entspannen angesagt.

Dienstag:
Was war das für eine Nacht. Nachdem ich mich die halbe Nacht hin- und hergewälzt hatte, bin ich dann doch um 5:30 Uhr aus dem Bett. War ja eigentlich ganz praktisch, weil ich den Lauf eh gleich ganz früh machen wollte, weil wir für den Tag einen Ausflug geplant hatten, der allerdings aufgrund von akuter Faulheit dann auch ausfiel. Nach längerem Überlegen ob ich nun wirklich Laufen muss bin ich um kurz nach halb 7 los.
10.39 km Laufen (00:59:47)

Mittwoch:
Für heute war eigentlich ein 12km Fahrtspiel geplant, aber ich konnte mich nicht aufraffen und nachdem wir den Ausflug vom Vortag heute machen wollten kam ein weiterer  Tag Pause ganz gelegen.

Donnerstag:
Heute musste ich aber nun doch wieder ran und das Fahrtspiel machen. Es war eine Katastrophe! Mir fehlte völlig die Luft und auch die Lust. So wurde dieses Fahrtspiel eher ein Dauerlauf. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mir etwas eingefangen habe. Warten wir ab, wie es weiter wird. Schließlich war 14:00 Uhr bei den Temperaturen auch nicht die beste Trainingszeit. Nach dem Lauf war ich völlig fertig.
11.27 km Laufen (01:11:29)

Freitag:
Erst hab ich mir gedacht, dass ich lieber wieder einen Tag Pause mache, aber irgendwie fühlte ich mich gut und wollte die Einheit dann doch auch nicht ausfallen lassen. So bin ich am späten Nachmittag doch zur 8km Tour gestartet.
8.38 km Laufen (00:49:09)

Samstag:
Heimreise war angesagt. Da blieb definitiv keine Zeit für Sport. Wobei ich bestimmt 50km neben dem Auto herlaufen hätte können, so viel sind wir vermutlich im Stau gestanden.

Sonntag:
Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich vielleicht am Rückenwindlauf teilnehmen könnte. Der war aber schon um 10:00 Uhr Vormittags und ich hätte mich auch noch nachmelden müssen. Nachdem wir gestern ja nicht ganz früh nach Hause gekommen sind viel der Lauf dem Schlaf zum Opfer. Am Nachmittag hab ich mich dann aufgerafft, pünktlich als die schwarzen Wolken aufzogen. Bis zu den Eltern hab ich es noch geschafft. Dort Tomaten, Zucchini und Gurken in den Rucksack gepackt und bei einsetzendem Gewitter wieder nach Hause. Das mit den Tomaten war keine gute Idee, so hatte ich Zuhause dann mehr Tomatenkaltschale als Salat-Tomaten. Das mit dem Gewitter war auch keine so gute Idee. Zuhause war ich völlig durchnässt und hatte mir Aufgrund der nassen Hosen einen  Wolf an den Schenkelinnenseiten gelaufen. Das Grillfleisch und das Bier bei anschließend wieder herrlichem Sonnenschein hat mich den Schmerz aber schnell vergessen lassen.
12.64 km Laufen (01:13:31)

Das war nun also der Urlaub, und heute ging es wieder in’s Büro. Aber immerhin hab ich es geschafft den Reset-Knopf im Urlaub mal wieder zu drücken und so war der Bürotag heute gar nicht so schlimm. Sportlich war der Urlaub auch ein voller Erfolg. Hier noch ein paar Eindrücke von meiner Laufumgebung auf Langeland:

 

KW 31, 2012
Trainingseinheiten: 4
Zeit: 04:13:56 Std.
Kilometer: 42.68 km
Sportart Einheiten Dauer Distanz
Laufen  4 4.23 Std. 42.68 km